Seit vielen tausend Jahren nutzt die Menschheit Biomasse als Energieträger. Weltweit ist die Biomasse der wichtigste erneuerbare Energieträger. Energie aus Biomasse ist speicherbar und nach Bedarf regelbar, und sie besitzt einen hohen Wirkungsgrad. Ihre Verbrennung setzt genau die Menge Kohlendioxid (CO2) frei, die zuvor beim Wachstum der Pflanzen durch die Photosynthese gebunden wurde.
Biogas entsteht bei der anaeroben (sauerstofffreien) Vergärung von organischem Material.
Als Ausgangsstoffe für die technische Produktion von Biogas eignen sich:
Die Landwirtschaft stellt mit den drei letztgenannten Möglichkeiten das größte Potenzial für die Produktion von Biogas dar. Bis auf die letzte Möglichkeit handelt es sich dabei um prinzipiell kostenlose Ausgangsstoffe.
Biogas wird in Deutschland aufgrund der gesetzlich garantierten Vergütung bisher meist als Brennstoff für Blockheizkraftwerke zur Stromerzeugung oder zu Heizungszwecken genutzt.
Energiepflanzen gehören zu den nachwachsenden Rohstoffen und werden ausschließlich für die energetische Nutzung angebaut. Sie liefern jedes Jahr neu und überall in Deutschland die nötige Biomasse für Wärme, Strom und Kraftstoffe.
Damit ist Bioenergie aus Energiepflanzen vielen anderen erneuerbaren Energien gegenüber im Vorteil und die Nachfrage boomt.
Energiepflanzen sind Biomasse, die
• nachhaltig produziert werden kann,
• fossile Ressourcen schont,
• lagerfähig ist,
• die Abhängigkeit von Energieimporten (Erdöl, Ergas) reduziert und
• dazu beiträgt, dass der ländliche Raum gestärkt wird.
Energiepflanzen sind der Hoffnungsträger auf dem Energiemarkt.
Damit sie kostengünstig, ökologisch verträglich und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, muss ihr Anbau äußerst effizient erfolgen. Maximalen Erträgen auf den vorhandenen Flächen stehen minimaler Aufwand beim Anbau, bei der Ernte bis hin zur Weiterverarbeitung gegenüber. Da sich Klima, Boden und Grundwasservorkommen regional unterscheiden, haben je nach Standort unterschiedliche Pflanzen als Energiepflanzen Bedeutung.